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Grenzen Töten 30.01.2022

Q: @Presseservice Wien

Nach der polizeilichen Eskalation am 30.1.2021 gingen wir am 30.1.2022 wieder gegen Grenzen, Abschiebungen und andere menschenverachtende Praktiken dieses scheiß Staats auf die Straße.

Hier ein Demo Bericht:
Viele erinnern sich wahrscheinlich noch an den 30.1.21. Eine Demo in Innsbruck wurde von der Polizei brutalst aufgelöst. Laut der Polizei wurden die Abstände nicht eingehalten und es sollen keine Masken getragen worden sein. Das war die Rechtfertigung um Demonstrant*innen zu verletzen, zu verhaften und zu demütigen. Alles das geschah während Verschwörungstheoretiker*innen, Antisemit*innen und Rechtsextreme ungehindert auftreten konnten. Die Auflösung wurde im Nachhinein als rechtswidrig erklärt.


Die 2. Grenzen-töten Demo in Innsbruck fand wieder am 30.1. statt. Als Startpunkt wurde der Platz gewählt, an dem die 1. Demo zerschlagen wurde. Schon im Vorhinein wurde die Demo massiv kriminalisiert. Die Polizei bereitete sich bereits einen Monat vor der Demo auf eine Eskalation vor. Es wurden Platzverbote mit der Begründung von „Gefahr für Leib und Leben“ ausgeschrieben. Die Demo sowie umliegende Straßen wurden mit extra angebrachten Kameras dauerhaft überwacht und abgefilmt. Da dies anscheinend noch nicht genug war für die Polizei, wurden die einzigen 2 Wasserwerfer aus Wien nach Innsbruck verlegt. Die Cops haben sich anscheinend auf massive Ausschreitungen vorbereitet.


Am Startpunkt angekommen erwartete uns ein großes Polizeiaufgebot. Cops gingen herum, eine Kamera hatte Blick auf die ganze Kreuzung, daneben standen mindestens ein Dutzend Cops. Um noch mehr zu sehen starteten sie eine Drohne.


Die Polizei konnte es auch nicht lassen andere repressive Maßnahmen durchzuführen. So wollten sie zum Beispiel die Namen aller Rednerinnen wissen. Das Innsbrucker Rechtshilfekollektiv spielte deshalb eine aufgenommene Rede ab.

Q: @Presseservice Wien


Kommen wir zu den reden. Es wurden insgesamt vier Reden gehalten. In denen jeweils ein anderer scheußlicher Aspekt der österreichischen und europäischen Sicherheits- und Abschiebepolitik angesprochen wurde. So wurde die menschenunwürdigen Zustände in den Flüchtlingslagern am Rande Europas aufgezeigt und angeklagt. Diese Flüchtlingslager gleichen Gefängnissen für unschuldige Menschen an Europas Außengrenzen. Auch wurde die maßlose Brutalität illegaler Pushbacks und der europäischen Organisation Frontex angeprangert. Die Redebeiträge lieferten dennoch nur einen Ausschnitt der menschenverachtenden Realität in der sich die österreichische und europäische Asyl-, Grenz-, Sicherheits- und Abschiebepolitik befindet.
Nach den Redebeiträgen machte sich der Demozug auf den Weg. Ganz vorne lief ein migrantischer Block, dahinter der Internationale, danach der schwarze Block und als letztes der Rest. Es wurden Parolen gerufen, Pyro gezündet und die maßlose Wut über das Abschiebesystem gezeigt. Der schwarze Block wurde auf allen vier Seiten von Transpis begleitet, auf welchen zum Beispiel „Österreich tötet“, „Österreich anzünden“, „Eure Sicherheit tötet“ und „Bürglekopf schließen! Abschiebungen Stoppen“ stand. Ungefähr auf der Hälfte der Route befand sich die ÖVP Tirol Zentrale. Kurz davor wurde „Ganz Innsbruck hasst die ÖVP“ gerufen, als der Demozug dann bei der ÖVP angekommen ist, hat die ÖVP ein bisschen neue Farbe abbekommen. Einige hundert Meter vor der Endkundgebung löste sich der schwarze Block schnell und professionell auf. Ganz anders als im letzten Jahr hat es 2022 keine Festnahmen gegeben.,


Wir haben es geschafft unsere Wut, unsere Anliegen und unsere Forderungen auf die Straße zu bringen. Wir waren laut und haben uns nicht einschüchtern lassen.


Auch wenn wir am 30.1.22 erfolgreich waren, hört unser Kampf hier nicht auf. Demonstrationen sind wichtig, jedoch müssen wir direkte Aktionen machen. Immer und überall, wir werden nie aufhören!

Q: @Presseservice Wien

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